100 Jahre Kießling

100. Geburtstagsjubiläum 
General Dr. Günter Kießlings

Am 20. Oktober 2025 wäre der in Frankfurt / Oder geborene und am 28. August 2009 in Rendsburg verstorbene General Dr. Günter Kießling 100 Jahre alt geworden. Dieses Geburtsjubiläum nahmen das Deutsche Heer und die General - Kießling - Stiftung zum Anlass, dieser herausragenden Persönlichkeit der deutschen Nachkriegsgeschichte mit besonderem Zeremoniell zu gedenken.

 

Der Kommandeur der Offizierschule des Heeres (OSH) in Dresden, Brigadegeneral Stephan Willer, zugleich Stiftungsrat der General - Kießling - Stiftung, hatte dazu für den 09. Oktober 2025 zu einer Feierstunde im großen Scharnhorstsaal der OSH eingeladen. Hier waren neben den Lehrgangsteilnehmern auch einige Ehrengäste versammelt. Als solche begrüßte Brigadegeneral Willer unter anderem Frau Ines Saborowski, Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags, Herrn Jan Donhauser, Erster Bürgermeister der Garnisonsstadt Dresden, sowie Herrn Staatssekretär a. D. Dr. Henry Hasenpflug. Letzterer hatte als damaliger Präsident der zuständigen Landesdirektion Dresden das Stiftungsprojekt unterstützt und am 11. März 2009 beim Gründungsakt der Stiftung General Kießling die Stiftungsurkunde mit den besten Wünschen für gutes Gelingen persönlich überreicht. Als Überraschungsgast begrüßte General Willer zudem Herrn Herold Strohschein, Jahrgang 1937, und seine Frau. Herr Strohschein fungierte Ende der sechziger Jahre als Cheffahrer des Hauptmanns Dr. Kießling, der seinerzeit Chef der Stabskompanie der von Oberst Graf von Baudissin geführten Panzergrenadierbrigade 4 in Göttingen gewesen ist. Herr Strohschein hatte zuvor in kleiner Runde vor dem Festakt durchaus auch humorvoll von den früheren dienstlichen Begegnungen mit seinem damaligen Chef berichtet. Oberst i. G. Uwe Büscher, Stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsvorstands, gab einen Abriss des militärischen und zivilen Werdegangs des Generals. Brigadegeneral a. D. Wolfgang Brüschke, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung, entschuldigte den erkrankten Vorsitzenden des Stiftungsvorstands, Generalleutnant a. D. Rainer Korff, griff den Werdegang General Kießlings auf und würdigte in seiner Ansprache dessen Lebenswerk. Dem Festakt schloss sich ein Empfang im Kasino der OSH an. Dabei zeigten auch die anwesenden jüngeren Offiziere reges Interesse an Person und Werk General Kießlings.  

Am 20. Oktober 2025, dem eigentlichen 100. Geburtstag, folgte eine kleine Gedenkfeier auf dem Alten Zwölf - Apostel - Kirchhof in Berlin. Der hier mit seinen Eltern und einer Cousine im Familiengrab ruhende General hatte für seinen Gedenkstein die Aufschrift 

 

„General Kießling - zurückgekehrt in seine märkische Heimat“

 

verfügt. Damit bringt General Kießling seine besondere Verbundenheit mit seinem Geburtsort an der Oder und der Stadt Berlin, in der er aufgewachsen war, zum Ausdruck. Eine militärische Abordnung des Kommandos Heer in Straußberg sorgte für einen würdigen militärischen Rahmen der Gedenkfeier. Für das Deutsche Heer legten Oberst i. G. Matthias Ehbrecht, G 1 des Heeres und zugleich Stiftungsrat in der Stiftung, und für die Stiftung Brigadegeneral a. D. Wolfgang Brüschke, Vorsitzender des Stiftungsrates, Kränze in ehrendem Gedenken an den Stifter nieder. Herr Militärpfarrer Eric Haußmann sorgte mit seinem Gedenken für die geistliche Begleitung des kleinen Zeremoniells. Den Abschluss bildete ein Trompeter des Stabsmusikkorps der Bundeswehr, der das Lied vom guten Kameraden intonierte. 

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